Hip, Hipper, Fischbrötchen!

Ohne kann man leben, doch wer einmal eins genossen hat, wird immer wieder rückfällig. Diese leckere Kombination aus knusprigem Brötchen und Fisch ist einfach zum Anbeißen und vor allem: Die aus dem Norden sind unschlagbar. Inzwischen sind sie so beliebt, dass eine eigens
kreierte Fischbrötchenstraße die Lübecker Bucht durchzieht. Nur eines vorweg: Selbst geübte leidenschaftliche Fischbrötchenesser schaffen es nicht, auf einer Tour Stopp an jeder Fischbrötchenstation zu machen, auch wenn sie die Route mit dem Fahrrad in Angriff nehmen und so nach jedem Fischbrötchenschmaus einige Kalorien wieder abradeln können. Es ist wie mit der Käse- oder Weinstraße: Man muss mehrere Touren einplanen, um in den Genuss jeder Variante zu kommen.

Fischbrötchenstraße © www.luebecker-bucht-ostsee.de

Fischbrötchen für Anfänger
Wer noch nie im idyllischen Hafen ein Päuschen gemacht hat, sollte das aber ganz schnell ändern und sich dort erst mal ein Fischbrötchen gönnen. Dabei ganz diskret beobachten, wie andere beim Verputzen der maritimen Delikatesse vorgehen. Bloß nicht die Servietten vergessen. Auch nicht verkehrt: Beugen Sie sich etwas vor, falls doch mal ein Fischstücken herunterfällt. So landet es auf dem Boden und ist im Nu von einer frechen Möwe vertilgt. Sie haben ein gutes Werk getan und brauchen sich vor allem nicht um die Fleckentfernung aus Ihrem Pullover zu kümmern. Je nachdem, was Sie anschließend vorhaben, empfiehlt sich als Dessert ein Pfefferminzbonbon.

Fischbrötchenstraße! Ahoi!
So lernen sie die Lübecker Bucht am besten kennen: mit dem Rad auf der Fischbrötchenstraße zwischen Rettin über Scharbeutz, Timmendorfer Strand, den Niendorfer Hafen bis nach Travemünde. Zwischendurch können Sie immer wieder eine Pause einlegen an den Fischbrötchenstationen und auch einen kleinen Klönschnack mit den Einheimischen halten. Die sind gar nicht so reserviert, wie es immer wieder heißt, nur vielleicht etwas wortkarger. Dafür umso herzlicher. Es empfiehlt sich, vor dem Start zu checken, ob die Stationen Ihrer Wahl auch geöffnet haben, denn auch Fischköppe müssen mal Pause machen. Wo Sie Ihre maritime Tour beginnen, bleibt ganz Ihnen überlassen. Vielleich sollten Sie sie nicht an einem Tag unternehmen, sondern sie in Etappen aufteilen. So haben Sie gleich noch mehrere Highlights vor sich.

Fischbrötchenstraße © www.luebecker-bucht-ostsee.de

Von Scharbeutz nach Rettin
Insgesamt sind das rund 16 vergnügliche Kilometer. Das geht schon gut los, denn bereits auf den ersten Kilometern entdecken Sie gleich mehrere der Fischbrötchenstationen. Fahren Sie entlang der hippen Dünenmeile und machen Sie auch an der Seebrücke halt. Dann können Sie gemütlich mit dem leckeren Fischbrötchen in der Hand über die Brücke schlendern und die frische Seeluft tanken. Im Anschluss geht’s weiter nach Haffkrug, dem ältesten Fischerort an der Lübecker Bucht. In Sierksdorf lohnt ein Stopp an den bunten Fischerhütten. Sie sind toll für ein Selfie geeignet. Mit Glück kommt auch gerade einer der Fischer vorbei. Der erzählt Ihnen gern, was so alles in der Ostsee zu fangen ist. Weiter geht’s ein Stück landeinwärts vorbei am Hansa-Park bis nach Neustadt. Dort lässt sich am Hafen mit Blick auf Traditionssegler und Yachten genussvoll in ein Fischbrötchen beißen. Anschließend schwingen Sie sich aufs Rad Richtung
Pelzerhaken entlang der neu gestalteten Promenade. Ihr Ziel haben Sie im Fischerdorf Rettin erreicht. Dort lädt der Strand zu einer gemütlichen Verschnaufpause ein, natürlich mit einem Fischbrötchen in der Hand.

Fischbrötchenstraße (Neustadt Hafen)© www.luebecker-bucht-ostsee.de

Nicht zu toppen: Hering & Brötchen
Fischbrötchen-Varianten gibt es viele. Probieren Sie sich durch die regionalen Angebote. In vielen spielt der Hering eine Rolle. Früher waren Heringe ein „Armeleuteessen“, heute sind sie zur Delikatesse aufgestiegen. In einer sehr beliebten, klassischen Spielart werden die Brötchenhälften mit Matjes und ordentlich Zwiebelringen gefüllt. Extra für den Matjes werden die Heringe im Mai und Juni gefangen, weil sie zu der Zeit einen hohen Fettgehalt haben.
Sie werden dann in Salzlake eingelegt und reifen dort einige Tage. Das Ergebnis: ein unvergleichlicher Fisch, zartrosa und mild.

Was geht noch?
Ob mit Backfisch, geräuchertem Lachs, Fischfrikadelle oder Bismarckhering – alle super lecker! Doch wieso heißt ein Hering Bismarck? Es soll früher mal einen Fischhändler gegeben haben, der Bismarck verehrte und ihm deshalb ein Fässchen des eingelegten Herings schickte. Fürst Otto war so begeistert, dass er zum Namensgeber wurde. Was gibt’s noch? De luxe mit Krabben oder Scampis. Knackige Salatblätter und selbst gemachte Remouladen dürfen auch nicht fehlen und schon ist es fertig – das leckerste Brötchen der Welt. Tipp: Zur Einstimmung empfehlen wir die „Ode an das Fischbrötchen“ von Poetry-Slammerin Mona Harry, anzuschauen auf YouTube.

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www.timmendorfer-strand.de
www.travemuende-tourismus.de